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Angelika Taschen über Yoga

Foto: Trunk Archive
Die Publizistin Angelika Taschen beantwortet für uns Fragen zum Thema Yoga und Bad Gastein.

Grand Tour: Wie sind Sie zu Yoga gekommen?
Angelika Taschen: Richtig habe ich im Jahr 2000 in Los Angeles mit Yoga begonnen. Damals gab es in Deutschland nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Yoga zu machen. Daher entdeckte ich Yoga für mich erst, als ich nach Kalifornien zog.

GT: Was ist Ihre Vorstellung von einem perfekten Yoga-Retreat?
AT: Das Wichtigste für mich sind eine schöne Umgebung und Natur, am liebsten in der Sonne und mit warmen Temperaturen. Das Essen sollte während eines Retreats sehr frisch, lokal, saisonal und vegetarisch sein. Nach einer Woche täglicher Praxis und frischem, vegetarischem Essen sind die Batterien wieder aufgeladen.

GT: Was bewundern Sie an einem Yogi?
AT: Ich finde es sehr problematisch, wenn Gurus oder Yogis von ihren Studenten bewundert werden. Ich bewundere an einem Yogalehrer höchstens, wenn er über sich selbst und das Leben lachen kann, wenn er also Humor hat. Auch bewundere ich, wenn jemand im perfekten Rhythmus und Fluss unterrichtet – eine große Kunst, die nur wenige wirklich beherrschen.

GT: Wie sehr spielt das Umfeld eine Rolle beim Yoga?
AT: Man spürt sofort, ob ein Yogaraum mit Liebe geführt wird, schöne Blumen dort stehen oder auch Kerzen angezündet werden. Ob der Raum gut ausgesucht wurde, von Licht durchflutet ist und das Feng-Shui stimmt. Und ganz banal: Es muss sauber sein.

GT: Warum sind Yoga und Bad Gastein eine so gute Kombination?
AT: Die Natur hat in Bad Gastein eine große große Kraft, man kann hier außerdem herrlich schwimmen, wandern, Ski fahren und in den Solegrotten heilende Luft atmen.

GT: Ist Yoga der perfekte Reisebegleiter?
AT: Ich würde sagen, jede Reise ist anders und nicht immer kann man Yoga machen, wenn man auf Reisen ist.
Aber wenn man auf einen Yoga-Retreat fährt, ist dies
die erholsamste Form eines Urlaubs.

GT: Ist Yoga selbst eine Reise?
AT: Der Spruch, „Yoga ist eine Reise zu sich selbst“, stimmt absolut! Dabei ist der Körper das Fahrzeug der Seele, dieses Bild finde ich sehr einleuchtend. Wenn man über sehr viele Jahre Yoga macht, ist es interessant zu beobachten, wie sich das Yoga machen selbst, die Perspektiven zu sich selbst und zum Leben und viele andere Dinge immer wieder ändern.

GT: Warum ist Yoga in Ihrem Leben wichtig?
AT: Ich brauche Yoga einfach wie Luft zum Atmen, damit ich nicht aus dem Takt gerate und bei mir selbst bleiben kann. Auch einfach, um Stress abzubauen.

GT: Wie verändert Yoga Ihr Bewusstsein?
AT: Ich bin ruhiger und ausgeglichener, seit ich Yoga mache, und noch einfacher, glücklicher.

GT: Warum sind die Menschen so hungrig nach Yoga?
AT: Ich glaube, wenn man so konstant nach außen kommuniziert – per Facebook, E-Mail etc. –, braucht man eine Methode, um in sein Inneres zu gelangen.

GT: Ist Yoga so interessant, weil es die Physis wie die Psyche gleichermaßen trainiert?
AT: Durch die körperlichen Übungen erreicht man Geist und Seele, und sie werden in Einklang gebracht.

GT: Kann Yoga einen Ort verändern oder umgekehrt ein Ort Yoga?
AT: Alles, was man macht, ist in einer angenehmen Umgebung viel schöner. Aber das Schöne an Yoga ist, dass man nur eine Matte braucht, die Augen schließt und sich den Übungen hingibt.
Angelika Taschen ist promovierte Kunsthistorikerin und Verlegerin.
Sie hat mehr als 150 Bücher zu Design, Kunst, Fotografie, Architektur
und Lifestyle herausgegeben und besuchte Yoga-Retreats weltweit.
Sie gilt als DIE „Lifestyle-Päpstin“ und gründete 2011 den Boutique-Verlag „Angelika Books“.
www.angelikabooks.com

Buchtipp „Great Yoga Retreats“ von Angelika Taschen.
Erschienen im Taschen Verlag.

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